Outdoor Sport im Winter

Das Training in der kalten Jahreszeit ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. Gerade der Sport im Freien erfreut sich bei sinkenden Temperaturen nur geringer Beliebtheit. Dabei ist das gar nicht notwendig! Jeder, der schon einmal an einem klirrend kalten und klaren Wintertag dem Sonnenuntergang in all seiner farbigen Pracht entgegen gelaufen ist, weiß wie wunderschön solche Momente sind. Der knallrote Himmel und der Nebel vor dem Gesicht, erzeugt durch die warme Luft beim Ausatmen, können dem einen oder anderen Wintersportler schon manchmal einen kleinen Seufzer des absoluten Glücks entlocken.

Speziell im Winter gilt eine schon alt bekannte Weisheit: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung. Dass in dieser Aussage viel Wahres steckt, merkt man sehr schnell- sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Auf die richtige Kleidung kommt es an. Empfehlenswert ist der so genannte Zwiebel-Look. Mehrere dünne Schichten, die je nach Bedarf kombiniert werden. Die unterste Schicht sollte eng anliegend und Schweiß resorbierend sein. Darüber empfehlen sich, je nach Außentemperatur, noch eine wärmende Schicht (z.B. Fleece) und zusätzlich eine Jacke, die Nässe und Wind zuverlässig abhält. Eine Kopfbedeckung und Handschuhe zählen selbstverständlich auch zur Grundausstattung. Als durchaus angenehm hat sich auch der Einsatz von Schistutzen unter der Sporthoseerwiesen. Gerade für kälteempfindliche Personen empfiehlt es sich, das Aufwärmen vor dem Sport in die warme Wohnung zu verlegen und sich erst danach in die Kälte zu wagen. Alle anderen können direkt draußen los legen. Innerhalb der ersten Minuten stellt sich auch heraus, ob die Auswahl der Kleidung passend war. Am Anfang sollte es einem etwas kalt sein, das legt sich nach wenigen Minuten. Wer sich schon beim Verlassen der Wohnung wohlig warm fühlt, ist definitiv zu dick eingepackt. Ist die Frage der optimalen Ausrüstung erst einmal geklärt bleibt bei vielen noch die fehlende Motivation oder aber auch eine Hand voll kleiner Ausreden sich selbst gegenüber.

Aber auch hier gibt es Lösungsansätze:

1.       Den Sport wie einen wichtigen Termin in den Kalender eintragen. So schafft man sich die notwendigen Zeitfenster.

 

2.       Die Einheit so erst nehmen, wie das Treffen mit einem guten Freund. Der eigene Körper ist der beste und wichtigste Freund den wir haben. Versetzen Sie ihn nicht.

 

3.       Die Sportsachen schon am Morgen mit zur Arbeit nehmen und den Nachhauseweg als Trainingsstrecke nützen.

 

4.       Am Vorabend alles im Vorzimmer der eigenen Wohnung herrichten, sodass man beim Heimkommen gleich über die Sportsachen stolpert und nicht erst einen Zwischenstopp am Sofa einlegt.

 

5.       Der Gebrauch einer Stirnlampe für schlecht beleuchtet Wege ist sehr empfehlenswert. Solche Lampen gibt es schon für wenig Geld im Sportfachgeschäft.

 

6.       Sich nach der erfolgreichen Einheit mit einem warmen Bad oder einer ausgiebigen Dusche belohnen und danach in den Lieblingssachen aufs Sofa kuscheln.

 

7.       Und ganz wichtig: das gute Gefühl nach der Bewegung an der frischen Winterluft und den Stolz auf sich selbst voll und ganz auskosten.

 

8.       Zu guter Letzt genießen Sie eine heiße Suppe um den Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel auszugleichen und zugleich für Wärme zu sorgen.

Nina Hoppe