Kohlen - hydrate, wer liebt sie nicht?

Dampfend heiße Kartoffeln, frisches knuspriges Brot oder ein Teller Nudeln, hier findet man sie, die allseits geliebten Kohlenhydrate!

Doch wo kommen sie eigentlich her?

Salopp gesagt könnte man behaupten, sie entstehen aus dem Licht der Sonne, der Luft die wir atmen, und etwas Wasser.

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Genauer werden sie während eines Prozesses gebildet, der nur von Pflanzen durchgeführt werden kann: der Photosynthese. Man kann diese Reaktion als absolutes Wunder der Evolution bezeichnen! Hierbei schaffen es die Pflanzen aus Kohlenstoff, Wasser und Sauerstoff Strukturen aufzubauen, die es ihnen ermöglichen Energie zu speichern; die Geburtsstunde der Kohlenhydrate. Für uns Menschen sind die Kohlenhydrate neben Fetten und Proteinen die Hauptenergielieferanten. Unser Gehirn lässt sich beispielsweise ausschließlich über Kohlenhydrate (Glukose) ernähren.

Die Einteilung erfolgt nach der Anzahl der verbundenen Zuckermoleküle.

Monosaccharide (Einfachzucker):

sind die Basis aller komplexeren Verbindungen. Glukose und Fructose sind hier wohl die bekanntesten Vertreter. Monosaccharide zeichnen sich vor allem durch ihren süßen Geschmack aus.

Disaccharide (Zeifachzucker):

Werden nun zwei dieser Einfachzucker miteinander verbunden erhält man Disaccharide. Einer der bekanntesten Vertreter ist wohl die Laktose (Milchzucker), auf welche mittlerweile mehr und mehr Menschen sensibel reagieren. Die Maltose ist vor allem vielen Männern in Form von Bier sehr beliebt.

Oligo- und Polysaccharide (Mehrfachzucker):

Sind mehr als zwei Zuckermoleküle miteinander verbunden spricht man von Oligo- (einige) oder auch von Poly- (viele) Sacchariden. Hierzu zählt allen voran die Stärke, die man in Kartoffeln, Nudeln, Brot und dergleichen findet.

Um Kohlenhydrate aus der Nahrung verwertbar zu machen, ist der Körper gezwungen die Strukturen aufzubrechen und Einfachzucker (Glukose) aus den komplexen Molekülen zu machen. Aus diesem Grund steigt der Blutzuckerspiegel nach der Einnahme von Traubenzucker (Einfachzucker) viel schneller an, als nach dem Genuss stärkehaltiger Nahrungsmittel (viele Einzelzucker verbunden).

Ist Glukose erst einmal verfügbar wird sie zusammen mit Sauerstoff verbrannt. Der Prozess ist als Glykolyse bekannt. Um eine andauernde Versorgung mit Glukose zu gewährleisten, speichert der Körper die gewonnene Glukose als Glykogen in der Leber und in der Muskulatur.
Isst man 1 Gramm Kohlenhydrate stellt man seinem Körper 4 kcal zur Verfügung. Sind die Glykogenspeicher aber erst einmal voll beginnt der Körper die überschüssige Energie für Notzeiten zu speichern und man nimmt zu.

Um Kohlenhydrate aus gesunde Art und Weise in die Ernährung zu integrieren sollte gerade weißer Zucker und weißes Mehl eingeschränkt verspeist werden. Diese Produkte liefern leere Kalorien (keine Vitamine, Mineralstoffe…), lassen den Blutzuckerspiegel rasant ansteigen und führen sehr schnell wieder zu einem quälenden Hungergefühl.
Besser ist es, auf langkettige Kohlenhydrate zu setzten. Diese findet man in Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Kartoffel, Reis, Hirse usw.

Egal welchem der vier MetaTypen man angehört, zur Erhaltung des Gewichts sind immer zumindest 50 % des Tagesbedarfs an Kalorien in Form von Kohlenhydraten zu decken.

Gerade für Kinder ist neben einer ausreichenden Versorgung mit Kohlenhydraten auch auf eine entsprechend große Menge an Eiweißen zu achten, da sie diese für das Wachstum dringend benötigen.

Möchte man nun die Menge der geliebten Kohlenhydrate nicht zu stark einschränken gibt es einen einfach Trick, der es dem Körper unmöglich macht die gesamte Energie aufzunehmen. Kurz gesagt Reis oder Nudeln mit ca. 15% weniger Kalorien. Das Geheimnis heißt resistente Stärke und wird hier demnächst genauer behandelt.