Die vermutlich beste Osterpinze der Welt

Es ist wieder soweit! Die Tage werden länger, draußen wird alles langsam grün und die lange Fastenzeit neigt sich auch dem Ende zu. Das kann nur eines bedeuten: Ostern steht vor der Tür!
Und zu einer gelungenen Osterjause gehört natürlich auch die allerbeste Pinze.

Dieses Rezept stammt von meinem Opa. Er ist Bäcker und bereitet die Pinze schon seit sehr vielen Jahren für uns zu. Mittlerweile habe ich das Backen für die Jause übernommen, das Rezept blieb aber unverändert. Für mich ist es die beste Pinze überhaupt. Am liebsten habe ich sie nur mit Butter bestrichen. Natürlich passt aber auch Schinken, Kren, Ei oder auch Marmelade.

Nun zum Rezept:

750 g griffiges Weizenmehl
250 ml Milch
1 Würfel frische Germ
6 Dotter
1 Ei
170 g Staubzucker
150 g Butter
Schale einer Biozitrone
1 Päckchen Vanillezucker
8 g Salz

Zubereitung:

  • Germ, Milch und Eier am besten am Vorabend aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie warm werden. Mit kalten Zutaten wird die Germ ihre Arbeit strikt verweigern.
  • Für das Dampfl gebe ich das Mehl in eine große Schüssel und forme eine Mulde mit einem Löffel. In die Mulde kommt ca. 1 EL vom Zucker. Anschließend zerbrösel ich die Germ mit den Händen und fülle sie genau in die Mulde im Mehl. Nun wird die Mulde mit Milch gefüllt und anschließend mit Mehl verschlossen. Am besten sieht man das im Video. Über die Schüssel kommt ein Tuch und so lässt man das Ganze für ca. 30 min an einem warmen Ort stehen.
  • Wenn sich an der Oberfläche kleine Blasen bilden geht es weiter.
  • Die Butter wird in einem Topf langsam geschmolzen. Danach etwas abkühlen lassen. Zu heiße Butter überlebt die Hefe leider nicht und außerdem wird die Konsistenz vom Teig anders.
  • Nun gibt man nach und nach alle Zutaten auf der Liste in die Schüssel. Eine genaue Reihenfolge ist nicht zu beachten.
  • Anschließend kommt der sportliche Teil: alle Zutaten sollen zu einem homogenen Teig verrührt werden. Am besten geht das mit den Knethacken einer Küchenmaschine oder dem Mixer. Ganz oldschool wird der Teig mit einem Holzlöffel geschlagen.
  • Nun heißt es wieder zudecken und warten. Diesmal eine Stunde. Nach dieser Zeit hat der Teig den oberen Rand der Schüssel erreicht.
  • Tipp: Wer eine besonders feine Pinze haben möchte knetet nach 30 min noch einmal durch.
  • Nun wird der Teig auf der Arbeitsfläche geknetet und in 3 Teile geteilt. Wenn alles passt braucht man hier fast kein Mehl.
  • Die drei Teile werden zu Pinzen geformt und anschließend wieder zugedeckt.
  • Wieder 30 min warten.
  • Zum Schluss werden die Pinzen mit Dotter bestrichen und mit einer Schere eingeschnitten.
  • Zum Backen stellt man sie ins noch kalte Rohr und dreht auf 175°C Ober-Unterhitze auf.
  • Nach ca. 25 min sind sie fertig- die besten Pinzen überhaupt!

Viel Spaß beim Nachbacken und gutes Gelingen!

 

Nina Hoppe