Zucker - das weiße Gift

Es ist allseits bekannt: Zucker macht dick und langfristig auch krank. Aber die Erkenntnis dass Zucker sogar süchtig macht ist weit weniger verbreitet. Tatsächlich löst der Konsum von Zucker im Gehirn eine Ausschüttung an Dopamin aus- ähnlich wie Alkohol, Nikotin oder sogar Kokain.

Wie gefährlich Zucker wirklich ist, kann man auch an den aktuellen Empfehlungen der WHO ablesen. Diese hat die empfohlene Aufnahme von Zucker drastisch gesenkt- auf gerade einmal 5 % der täglich aufgenommenen Kalorien. Darin beinhaltet sind aber nicht nur Schokolade und Kekse, sondern auch Fruchtzucker, Honig, Sirupe, Zucker in Fertiggerichten, Saucen und Fruchtsäfte. Ausgenommen sind nur der Zucker in frischem Obst und der in Milch vorkommende Zucker. Legt man diese Empfehlung nun auf den Durschnittsbürger der westlichen Welt um, müsste dieser auf geschätzte zwei Drittel der üblichen Tagesdosis verzichten. Und das ist eine ganze Menge!
Die Folgen unseres exzessiven Zuckerkonsums sind Übergewicht, Diabetes oder sogar Krebs. Schenkt man aktuellen Statistiken Glauben fordert der „weiße Killer“ jedes Jahr mehr Todesopfer als das Rauchen.

Unsere Vorliebe für den süßen Geschmack ist, wie vieles andere auch, ein Relikt aus der Steinzeit. „Süß“ suggerierte den Menschen, dass es sich hier um schnell verfügbare Energie handelte, die lebensnotwendig war. Und dieser besondere Genuss war höchst selten. Heute ist Zucker immer und überall in großer Menge verfügbar. Und sehr zur Freude der Lebensmittelindustrie auch noch wahnsinnig billig. Es ist also kein Wunder, dass Lebensmittel immer stärker mit Zucker angereichert werden. Die Produktionskosten sind gering und der Geschmack überzeugt den ahnungslosen Konsumenten, der daraufhin noch mehr Zucker zu sich nimmer. Der Körper wird mit Zucker überschwemmt und entwickelt tatsächlich ein Suchtverhalten. Das Gehirn schüttet körpereigene Opioide aus, die eine Explosion im Belohnungszentrum des Gehirns auslösen und auf Dauer sogar das Gehirn selbst verändern. Aus Experimenten mit Ratten ist bekannt, dass diese beim Verzicht auf die süße Droge mit massiven Entzugserscheinungen wie Stimmungsschwankungen und Unruhe reagieren. Dies gilt gleichermaßen für den Menschen.

Doch wie entkommt man nun der Zuckerfalle? Die Lebensmittelindustrie macht es uns bedeutend schwer. Gerade Produkte, die speziell für Kinder hergestellt werden gehen vor Zucker nahezu über. So werden schon die Jüngsten sehr früh auf den süßen Geschmack gedrillt. Die Folgen sind fatal: Übergewicht und Diabetes stellten hier nur die Spitze des Eisbergs dar. Und dabei sollten gerade unsere Kinder möglichst gesund und unbelastet aufwachsen.
Reduziert man nun den Zucker wird der Körper erst einmal mit gehörigem Protest reagieren. Unlust und schlechte Laune machen sich breit. Die Entwöhnung und das Einstellen auf eine neue zuckerarme Ernährung können mitunter schon bis zu drei Monate in Anspruch nehmen.

Empfehlenswert ist eine ausgewogene Ernährung, bestehend aus einer gesunden Zusammensetzung an Fett, Proteinen und Kohlenhydraten. Wie diese Verteilung für den Einzelnen im Optimalfall aussehen kann bestimmt auf einfach Art und Weise der MetaCheck. Eine Ernährung nach MetaCheck schließt außerdem den Genuss von Süßem nicht kategorisch aus. Die richtige Menge ist entscheidend. Denn wie schon Paracelsus sagte: „Die Dosis macht das Gift“.